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Musikalischer Abend wurde zu langer Nacht (BNN 25.09.07)
Mit vielen Aktivitäten und Aktionen in Ettlingen und Rheinstetten Interesse für Afrika geweckt
Ettlingen/Rheinstetten (kdm/hos). Ein „Afrikanischer Abend" sollte es in der Stadthalle .Ettlingen werden. Daraus wurde eine „Afrikanische Nacht", die lange nach Mitternacht ausklang. „Interesse für Afrika, für seine Menschen, seine Kultur, aber auch für seine Probleme“ wecken wollte der Verein „Solidarität Ettlingen Fada N'Gourma" mit seiner Veranstaltung. Zum ersten Mal nutzten die Vereinsvorsitzende Gudrun John, ihr Stellvertreter Jürgen Becker und etliche engagierte Mitstreiter solch eine Plattform, ein Stück Afrika in die Albstadt zu transportieren. Und der „Versuch“ war gelungen, auch mit Blick auf das gut besuchte Konzert der beiden Gruppe „Tasuma“ und „Lenke" mit ihrer traditionellen Musik aus (West-)Afrika.
Der Grundgedanke hinter der Veranstaltung, eben Interesse für Afrika zu Wecken, hätte nicht besser durch die musikalischen Botschafter mit Leben erfüllt werden können. Ihre Musik steckte an. „Uns geht es nicht um große Projekte, sondern darum, ein wenig die Realität in Afrika näher zu bringen", betonte Gudrun John. Genau darauf sollte das Programm anzielen: ein gut besuchter Trommelworkshop, Info-Stände etlicher Einrichtungen, ein Basar, frisch zubereitetes „afrikanisches Essen" Haarflechtereien oder genauso der Film vom Workcamp 2004 in Fada N'Gourma, „Retour d'Afrique". Mit von der Partie war zudem eine 16-köpfige Delegation vom „Comité de Jumelage" aus der Partnerstadt Epernay. Das Comité ist der Begründer der Partnerschaft zu Fada N'Gourma. Der Erlös aus der „Afrikanischen Nacht" kommt einem gemeinsamen Projekt der grenz-, ja kontinentübergreifenden Partnerschaft zugute - einem Brunnenprojekt für eine Schule in Fade N'Gourma.
Der Rhythmus der Trommeln Francis Zonons aus Benin und seiner Gruppe, bunte Gewänder und afrikanisches Dorfflair begrüßten die zahlreichen Besucher beim Afrikatag im Rheinstettener Silberstreifen, „Die Leute sollen sich mit Afrika beschäftigen und sie sollen sehen, welche Kraft in den Menschen steckt, die dort ihr Leben meistern", sagte Hildegard Huber vom Lokale-Agenda-Arbeitskreis „Eine Welt". Die Initiative zu dem Tag im Rahmen der „Fairen Woche" und der Aktion „Meine Welt. Deine Welt. Eine Welt" der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit ging von der Stadt Rheinstetten; und dem Arbeitskreis aus.„Afrika braucht uns, auch uns in Rheinstetten", sagte Oberbürgermeister Gerhard Dietz. Die Kommunen seien gefordert, engagierte Bürger zu unterstützen. „Es ist nicht nur ein Kontinent des Mangels", meinte Werner Kersting von der Initiative „Pro Afrika", „sondern ein Kontinent mit vielen Schätzen und kulturellen Reichtümern." Diese Kultur stellten die vielfältigen beteiligten Gruppen ebenso vor wie fair gehandelte Waren. Ihre Produkte präsentierte die Forchheimer Dritte-Welt-Gruppe, und Claudia Kramer-Neudorfer aus Waiblingen bot Datteln einer marokkanischen Genossenschaft an: „Sie werden sich wundern was man aus Datteln alles machen kann."
Der Morscher Förderkreis Burkina Faso unterstützt mit dem "Erlös aus der Bewirtung unter anderem mit Couscous eine Krankenstation und will künftig die Schulbildung fördern. Unterschriften für ein Verbot von Landminen sammelten Schüler des Heisenberg-Gymnasiums. Auf die schwierige Situation vieler Frauen machte „terre des hommes" aufmerksam. Nicht nur die Erwachsenen gewannen jede Menge Eindrücke. Kinder buken Fladenbrot und bastelten beim Waldkindergarten „Waldkitz" Trommeln, um dann gemeinsam mit Francis Zonon Musik zu machen.
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Eindrücke von der Veranstaltung:
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